ESET Endpoint Antivirus for Linux – Inhaltsverzeichnis

HTTPS-Datenverkehr scannen

ESET Endpoint Antivirus for Linux kann nach Bedrohungen in der Kommunikation suchen, die die SSL- und TLS-Protokolle verwenden. Für die Untersuchung von SSL-geschützten Verbindungen gibt es verschiedene Scan-Modi mit vertrauenswürdigen und unbekannten Zertifikaten sowie Zertifikaten, die von der Prüfung SSL-geschützter Verbindungen ausgeschlossen sind. Das Programm scannt nur den Datenverkehr an den Ports (443, 0–65535), die unter Vom HTTPS-Protokoll verwendete Ports definiert sind.

SSL/TLS aktivieren – Die SSL/TLS-Protokollprüfung ist standardmäßig aktiviert.

SSL/TLS-Modus – Sie können aus zwei Optionen wählen:

•Policy-Modus - Alle SSL/TLS-Verbindungen mit Ausnahme der konfigurierten Ausschlüsse werden gefiltert.

•Automatischer Modus – Es werden nur die unten aufgeführten unterstützten SSL/TLS-Verbindungen mit Ausnahme der konfigurierten Ausschlüsse gefiltert.

Der automatische SSL/TLS-Modus unterstützt die folgenden Browser und Anwendungen:

•Edge

•Firefox

•Chrome

•Chromium

•wget

•curl


Hinweis

Der Browser bzw. die Anwendung muss vom Paket-Manager der Standardverteilung installiert werden. Ein erster Start ist für die Browserintegration erforderlich.

Regeln für Anwendungs-Scans – Erstellen Sie eine Liste der vom SSL/TLS-Filter betroffenen Anwendungen, um das Verhalten von ESET Endpoint Antivirus for Linux für bestimmte Anwendungen anzupassen.

Zertifikatregeln – Erstellen Sie eine Liste bekannter Zertifikate, um das Verhalten von ESET Endpoint Antivirus for Linux für bestimmte SSL-Zertifikate anzupassen.

Datenverkehr mit von ESET als vertrauenswürdig eingestuften Domänen nicht scannen – Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Kommunikation mit vertrauenswürdigen Domänen von der Überprüfung ausgeschlossen. Die Vertrauenswürdigkeit einer Domäne hängt von einer integrierten Whitelist ab.

Mit veraltetem SSL2 verschlüsselten Datenverkehr blockieren – Kommunikation über ältere Versionen des SSL-Protokolls wird automatisch blockiert.

Aktion, wenn die Vertrauenswürdigkeit des Zertifikats nicht ermittelt werden kann – Wenn ein Website-Zertifikat nicht über den TRCA-Speicher (Trusted Root Certification Authorities, vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen) überprüft werden kann, bedeutet dies, dass das Zertifikat von einer Person (z. B. dem Administrator eines Webservers oder eines Kleinunternehmens) signiert wurde. Dieses Zertifikat als vertrauenswürdig einzustufen, stellt nicht immer ein Risiko dar. Die meisten großen Unternehmen (wie etwa Banken) verwenden ein von der TRCA signiertes Zertifikat.

•Wenn die Option Gültigkeit des Zertifikats erfragen ausgewählt ist (standardmäßig aktiviert), müssen Sie eine Aktion auswählen, die beim Herstellen verschlüsselter Verbindungen ausgeführt werden soll. Sie können das Zertifikat als vertrauenswürdig kennzeichnen oder ausschließen. Wenn das Zertifikat nicht in der TRCA-Liste vorhanden ist, wird das Fenster rot angezeigt. Wenn sich das Zertifikat in der TRCA-Liste befindet, ist das Fenster grün.

•Kommunikation blockieren, die das Zertifikat verwendet – Aktivieren Sie die Option, um verschlüsselte Verbindungen zu Sites, die nicht verifizierte Zertifikate verwenden, immer zu beenden.

Damit die SSL/TLS-Kommunikation in den unterstützten Anwendungen richtig funktioniert, muss das Stammzertifikat für ESET der Liste der bekannten Stammzertifikate (Herausgeber) hinzugefügt werden.

Vom HTTPS-Protokoll verwendete Ports – Gibt die Ports an, an denen der Datenverkehr gescannt werden soll. Mehrere Portnummern müssen durch ein Komma voneinander getrennt sein. Standardwert: 443, 0–65535